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So 13.02.2022 - 19:00 UHR

HAMBURGER SPRECHWERK

ALTER EGO – MEIN BESSERES ICH?

Tanzperformance u?ber die Last und Lust an Exzellenz

Ein Mix aus Talk, Power-Point-Pra?sentation, Video, Tanz und der Mo?glichkeit zur Publikumsinteraktion, vorgetragen und getanzt von der Choreografin und Ta?nzerin Gabriele Gierz.

„Ho?her – schneller – weiter“ – diese Pra?misse gilt seit langem nicht nur fu?r die wirtschaftliche Ebene unserer Leistungsgesellschaft. Sie ist mittlerweile auch im Menschen selbst angekommen. Besonders gilt sie aber auch fu?r die Berufsgruppe der Ta?nzer:innen. „Bin ich gut genug? Wie kann ich mich verbessern?“ Mit dem Thema Selbstoptimierung hat sich Gabriele Gierz eingehend auseinandergesetzt – wissenschaftlich, perso?nlich und vor allem auch ta?nzerisch. Die Hamburger Choreografin und Ta?nzerin hinterfragt mit ihrer Solo-Tanzperformance kritisch Tabus, gesellschaftliche Narrative und a?sthetische Normen im Umgang mit der perso?nlichen Weiterentwicklung, mit der Zeit und mit dem Alter.
Dieses Selbstexperiment bringt sie Ende August auf die Bu?hne des Hamburger Sprechwerks.

„Fu?r mich war und ist das ein super spannender Prozess mit vielen Ho?hen und Tiefen“, sagt Gabriele Gierz. Ihre Performance analysiere und hinterfrage die Mechanismen der Selbstoptimierung. „Handelt es sich um „lebenslanges Lernen“ oder ist es eher eine freiwillige Anpassung an Zwa?nge?“, lautet eine ihrer Leitfragen. Und weiter: Wer legt eigentlich die Ziele und die Ideale fest? Gibt es nicht auch Grenzen fu?r ein sta?ndiges „Ho?her – schneller – weiter“?“. Diese Fragen sind auch gesamtgesellschaftlich in Anbetracht der Klima- und Pandemiekrise hochaktuell.

Die Performerin Gierz, die bereits mehrere Tanzproduktionen realisiert hat, sei bei diesem „Work in Progress“ mit ihren perso?nlichen Ambitionen immer wieder an ihre Grenzen gekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie habe sich mit ihrer „Vermessung“ des Ichs intensiv und schonungslos bescha?ftigt, mit sich selbst experimentiert und mo?chte die eigene Biografie wissenschaftlichen Abhandlungen gegenu?berstellen. „Ich muss mich immer wieder selbst daran erinnern, dass das ganze Optimieren in erster Linie fu?r mich gut sein soll und nicht fu?r andere.“, so eine Erkenntnis der Tanzpa?dagogin und Bewegungsanalytikerin, die sie wa?hrend ihrer intensiven Probenphase gemacht hat.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

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