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Do 11.11.2021 - 20:00 UHR

HAMBURGER SPRECHWERK

DER NACKTE WAHNSINN

von Michael Frayn

Mit: Kristina Bremer, Jasmin Buterfas, Lars Ceglecki, Frank Felicetti, Sandra Kiefer, Joachim Liesert, Peter Markhoff, Neele Schmidt, Jascha Schütz
Bühne: Pantelis Dimitrios
Regie: Konstanze Ullmer
Verlag: Hartmann und Stauffacher

Eine Koproduktion des Theater das Zimmer und des Hamburger Sprechwerk

Der nackte Wahnsinn, genau das ist es für die beiden Theater Hamburger Sprechwerk und das Theater das Zimmer, in diesen Zeiten ein Theaterprojekt wie dieses zu starten. Völlig verrückt eigentlich.

Neun Darsteller! Eine Riesen-Produktion für zwei kleine Häuser wie unsere. Ein Bühnenbild von 9m Breite, das ein Haus mit Erdgeschoss und 1. Etage darstellt und oben und unten, sowie von Vorder- und Rückseite bespielbar sein muss. Zuschauer, die mal vorne, mal auf der Hinterbühne sitzen. Nicht machbar für Off-Theater, die täglich andere Vorstellungen auf der Bühne und nicht mal eine Werkstatt haben. Maximal 25 Zuschauer pro Vorstellung unter Corona-Hygiene-Bedingungen!
Also unmöglich!
Tatsächlich?

Das Sprechwerk und das Theater das Zimmer in Kooperation haben beschlossen die Corona-Krise als Chance zu begreifen:
Im Januar kein Programm, weil wir nicht spielen dürfen?
Gut, dann proben wir halt eine Eigenproduktion.
Die freien Schauspieler haben Existenzangst, weil ihnen alle Auftritte abgesagt werden?
Okay, dann engagieren wir sie eben.
Aussetzen der Proben, Premiere verschoben wegen Corona?
Macht nichts, wir halten es mit Lloyd, der Figur des Regisseurs im „Nackten Wahnsinn“:
„Aber was. Wir haben ja noch etliche Minuten Zeit bis zur Premiere!“

Das Stück spielt in dem Milieu, das wir Theaterleute am besten kennen, dem unmöglichen Wahnsinn freier Theaterarbeit, die eben doch alles möglich macht. Die Premiere wurde bereits verschoben von Januar auf April. Der Probenplan ändert sich stündlich nach Wetterlage. Aber wir sind sicher:
Eine verrücktere Produktion als unsere, wird es im Frühjahr 2021 nicht geben! Und wann gäbe es eine bessere Zeit um Verrücktes zu tun als jetzt?

Inhalt:
Eine Kleinstadt in der Provinz: Die Truppe eines Boulevardtheaters probt die Slapstick-Komödie „Nackte Tatsachen“ – aber nichts funktioniert. Dotty hat ein Verhältnis mit Garry angefangen, Brooke verliert ständig ihre Kontaktlinsen, Frederick möchte seine Figur psychologisch durchdringen und Selsdon hat ein Alkoholproblem. Der Text sitzt nicht, das Bühnenbild hakt, der Regisseur verliert fast die Nerven. Und dabei sind keine 24 Stunden bis zur Premiere.
Vier Wochen später auf Tournee: Während vorne die Vorstellung läuft, beharken sich auf der Hinterbühne die Schauspieler. Die Probleme untereinander haben sich nicht gelöst, sondern potenziert. Garry ist eifersüchtig, Brooke will die Truppe verlassen und das ganze Ensemble ist ständig auf der Suche nach Selsdon, der sich mit dem Whisky auf der Toilette eingeschlossen hat.
Wie wird es bei der letzten Vorstellung sein? Ist das Stück noch wiederzuerkennen?

Sehen sie sich an, was dabei herauskommt, wenn die absurde Wirklichkeit unserer Produktion die Absurdität des Bühnenstücks noch übertrifft.
Entweder wir scheitern, oder wir werden genial sein.
Kommen Sie und gucken es sich an!

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